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Freitag, April 25, 2008

Viel, viel zu wenig beachtet bei Erscheinen: Weezer - Perfect Situation

Samstag, April 19, 2008



Freitag, April 18, 2008

"Wenn man aus einem Roman eine Kurzgeschichte machen könnte, ist er überflüssig." (Hemingway)

Donnerstag, April 17, 2008

Falls noch nicht anderswo gelesen - und da es thematisch gerade passt: Vor zwei Tagen ist Ollie Johnston verstorben, der letzte von Disney's Nine Old Men, der u.a. auch am Film Victory Through Air Power (1943) (siehe unten, bzw. hier) beteiligt war. Darüber hinaus war er übrigens auch der directing animator der Figur "Baloo", und wenn ihn das nicht sympathisch macht, dann wüsste ich auch nicht, was sonst.

Oh, oobee doo
I wanna be like you
I wanna walk like you
Talk like you, too
You'll see it's true
An ape like me
Can learn to be human too

Freitag, April 11, 2008

Man kann auf disneyshorts.org nachvollziehen, wie viele und welche Kurzfilme in den Jahren 1941-1945 von Disney produziert wurden. Ich habe keine Ahnung, wie viele solcher patriotisch-propagandistischer Cartoons, unabhängig, ob von Disney, Looney Tunes oder anderen produziert wurden und wie die Präsentation/Distribution genau aussah, das vielleicht für einen späteren Teil. Auch eine genauere Differenzierung der unterschiedlichen Herangehensweisen und Darstellungsweisen wären sinnvoll und nicht uninteressant: Propaganda in Form von Persiflage und Satire stellt einen großen Teil dar, dann gab es natürlich einige Cartoons, die das Leben und die Ausbildung des Soldaten allgemein zum Inhalt haben, gerne mit Donald und Kater Karlo. Ein anderer Teil beschäftigte sich mit der (teils rassistischen, s. Teil II) Darstellung fremder, "feindlicher" Völker und deren Alltag. Des weiteren gab es "Lehr"-Filme, die u.a. zeigen sollten, wie man etwa daheim die ferne Front unterstützen könne. Appelle an die öffentliche, heimatliche Moral sind natürlich immer wichtiger Bestandteil jeder Propaganda-Maschinerie. Beispiel für einen solchen die Homefront auffordernden und erziehenden Film ist etwa

"Out of the Frying Pan and Into the Firing Line" (1942),

über altes Küchenfett als Rohstoff für die Munitionsherstellung, das man in Sammelstellen (gekennzeichneten Metzgereien) gegen Bezahlung abgeben soll:



"Victory Through Airpower"

Unter diesem Titel erschien 1942 ein Buch und 1943 ein 70 minütiger Film von Disney, der auf dem Buch beruhte, das eine neue, größere Rolle der Air Force im Kampf gegen die Achsenmächte forderte und die Möglichkeiten einer unabhängig agierenden Luftwaffe gegen eben jene beschrieb. Sowohl Buch als auch Film fanden großes öffentliches Echo, mehr dazu sowie zum Autor in der Wikipedia, hier der Trailer:



"The New Spirit"

Ein propagandistischer Film von 1942, der wie das Sequel "The Spirit of '43" zum schnellen Bezahlen der Einkommenssteuer und so zur Unterstützung des Krieges auffordert: "Taxes to beat the Axis". Dieser kurze Cartoon beinhaltet zugleich eine Anleitung zum korrekten Ausfüllen eines neuen, vereinfachten Formulars, womit gezeigt wird, wie einfach es wäre, sein Land im Krieg zu unterstützen, und dies zügig. Im Anschluss folgt eine Darstellung der unterschiedlichen Waffengattungen und ihrem erfolgreichen Kampf gegen japanische und deutsche U-Boote, Flugzeuge u.a., bzw. wie die Steuergelder letztlich zum erfolgreichen Kriegsausgang beitragen: "Taxes to burry the Axis", "Taxes will keep democracy on the march", "It's your war too, you must save for victory". Glaubt man den Artikeln zu beiden Filmen, war die Aufforderung von Erfolg gekrönt: "Reportedly, the popular reaction of the film led to a dramatic increase of prompt taxation payments by the public. This prompted a sequel, The Spirit of '43 which reuses the original film's conclude montage in addition to original footage."



Und hier das Sequel,

"The Spirit of '43"



"Victory Vehicles"

Am Ende noch dieser kurze Film von 1943, zum ersten Mal mit Goofy(s) in der Hauptrolle. In der Zeit des 2. Weltkrieges war auch in den USA die Rationierung unterschiedlichster Güter an der Tagesordnung. Die Produktion von neuen Autos, Elektrogeräten und Häusern wurde oft sogar eingestellt. Benzin wurde ebenfalls rationiert, was vor allem jedoch eine Methode war, um den Verbrauch, bzw. den Bedarf von Autoreifen zu reduzieren, denn die Gummibestände waren kleiner als die Benzinbestände. In diesem Film entwickelt nun also Goofy in Form unterschiedlicher alter egos alternative Fortbewegungsmittel, vehicles also, die so mittelbar victory sicherstellen sollen - oder den eigenen Bewegungsradius überhaupt. Mein persönlicher Favorit: das "model t(ee)". An dieser Stelle auch die Anmerkung, dass Donald Duck offensichtlich für tatsächlich reale, ernst gemeinte Aufrufe als Protagonist diente und so den Durchschnittsbürger repräsentieren sollte, während Goofy offensichtlich für absurden Klamauk genommen wurde. Wenn darin nicht per se schon eine gewisse Komik liegt.



Dieses großartige Video als Abschluss. Es gibt noch zahlreiche Filme, die das Leben und die Ausbildung des Soldaten (bzw des Private Donald Duck) allgemein zeigen und persiflieren, zwar aus den Kriegsjahren, jedoch - oberflächlich inhaltlich - unabhängig vom direkten, propagandistischen Zweck. Alle Filme stehen unter dem Einfluss des Krieges, sind zumeist unter staatlichem Einfluss und mit propagandistischer Intention produziert, um so mit Appellen an die öffentliche Moral unterschiedlichste Unterstützung für den Krieg zu gewinnen und sicher zu stellen; für den Krieg, den das Dritte Reich 1939 ausgelöst und begonnen hatte und der den bislang größten und verlustreichsten Konflikt in der Menschheitsgeschichte darstellt. Alle diese Filme sind mehr oder weniger Dokumente der Geschichte, Beispiele für die Instrumentalisierung der populären Kultur für propagandistische Zwecke. Dass alle diese Filme in diesem Kontext gesehen werden müssen ist selbsverständlich, dass diese Übersicht nur unvollständig ist und eine vollständige Bewertung und Einordnung an dieser Stelle nicht geschehen kann ebenfalls.

Zu Teil I
Zu Teil II
"The Ducktators"

Auch die Looney Tunes-Cartoon-Reihe der Warner Bros. von 1942 beteiligte sich am patriotischen Zeichentrick (wie sie manches Mal auch keineswegs zurückstand, was die Festigung von Klischees und Vorurteilen betrifft): "The Ducktators", ein recht bekannter Film. Ort der Handlung ist eine Farm stellvertretend für die Weltgemeinschaft, Hitler wird als Ente, Mussolini als Gans und Tōjō Hideki, der "de facto als Militärdiktator Japans in der Kriegszeit und als direkt verantwortlich für den Tod von mindestens 4 Millionen Chinesen" gilt, ebenfalls als Ente dargestellt. Dieses wie auch die nächsten Videos zeigen darüber hinaus die eigentlich immer sehr viel schrägere, aufgedrehtere Machart der Looney-Tunes-Cartoons. Alle drei ducktators treiben ihr Un- zum Leidwesen der Friedenstaube, die doch zu guter Letzt triumphiert, weil sie selbst Initiative ergreift. Diese Version ist bereits eine gekürzte, bzw. zensierte: Ursprünglich war der animierte Strip länger, "followed by a notice to buy war bonds".



"Daffy the commando"

Ein weiterer Looney-Tunes-Cartoon, dieses Mal von 1943. Daffy Duck als Ein-Mann-Fallschrimspringerkommando, das zuerst an der Front Chaos verbreitet, und schließlich nicht nur einem Wehrmachtsoffizier, sondern in Berlin auch Hitler selbst mit einem Holzhammer eins überzieht - um das einfach einmal so platt auszudrücken. Interessant hierbei, dass der Cartoon weitestgehend in Looney-Tunes-Ästhetik produziert ist, Hitler jedoch naturalistisch gezeichnet ist:



"Tokio Jokio"

Ein Cartoon von 1943, wie eine Handvoll andere "no longer aired on American television nor are they available for sale by Warner Bros. because of the racial stereotypes of African-Americans, Jews [...], Japanese, Chinese people, and Germans". Es wird anhand der Darstellung japanischen Lebens schnell klar, was gemeint ist. Man darf ohnehin keines der Videos betrachten, ohne den Kontext der damaligen Zeitumstände im Hinterkopf zu behalten. "Tokio Jokio", das ich im Übrigen nirgends komplett, sondern nur unvollständig gefunden habe (das fehlende Stück ist allerdings nicht allzu lang), ist für Rassismus in frühem Zeichentrick ein gutes Beispiel - wie gesagt: niemals die Kriegs- und Propagandaumstände vergessen.



Die Darstellung der African-Americans im frühen Zeichentrick noch ein komplett anderes, großes Kapitel, s. dazu etwa auch hier.

"Any Bonds Today?"

Dieser kurze Film von 1942 war Werbung für den Kauf von Kriegsanleihen, die offensichtlich auch in den Kinos erhältlich waren, in denen der Clip lief:



So wie dieses Bugs Bunny-Commercial die Werbetrommel für Kriegsanleihen rührt, waren Zeichentrickfilme auch dafür zuständig, die home front anzuleiten und die Unterstützung daheim für die ferne Front zu fördern und zu bewerben. Mehr dazu in Teil III.

Zu Teil I
Zu Teil III
Vor einiger Zeit bin ich auf meinem PC auf einige Disney-Cartoons gestoßen, die während des Zweiten Weltkrieges produziert wurden und auch bei den einschlägigen Videoportalen mittlerweile zu finden sind. Über Kriegsdarstellung und Propaganda bei Disney ließen sich nicht unbedingt kleine Abhandlungen verfassen, ähnlich wie über die Übertragung anderer Elemente und Phänomene in die - zumeist oberflächlich naive - Disney-Ästhetik. Die vollkommen enterotisierte Liebesdarstellung ist vermutlich schon des Öfteren Gegenstand der Analyse gewesen (was allerdings nur eine Vermutung meinerseits ist). Kriegsdarstellung, Propaganda und die Darstellung anderer Völker sind um einiges interessanter. Zu Letzterem, unabhängig von Cartoons aus Kriegszeiten: so einige fragwürdige Vorurteile der US-Amerikaner über die restliche Welt dürften von Disney endgültig zementiert worden sein.

Walt Disney hatte sich im Ersten Weltkrieg bereits als Freiwilliger gemeldet, wurde wegen seiner Jugend jedoch zurückgewiesen, meldete sich dann schließlich zum Roten Kreuz und war, als 16- oder höchstens 17-Jähriger, als Ambulanzfahrer für ein Jahr in Frankreich. Dort hat er u.a. die Planen seiner Ambulanzwagen mit Zeichnungen versehen, und bereits zuvor als Schüler hatte er politisch-patriotische Karikaturen in der Schulzeitung veröffentlicht, ebenfalls zum Ersten Weltkrieg. Im Zweiten Weltkrieg schließlich produzierte die Walt Disney Company, die 1943 bereits zwanzig Jahre bestanden hatte und 1937 ihren ersten abendfüllenden Trickfilm produziert hatte, zahlreiche patriotische und/oder Propaganda-Cartoons. Hier der Versuch ein paar, bzw. die wichtigsten der Propaganda-Clips zusammenzustellen, sowohl von Disney als auch von den Warner Bros., in deren Cartoon-Reihen wie den Looney Tunes sich ebenfalls Beispiele für patriotisch-politisch instrumentalisierten Zeichentrick finden lassen.

"Der Fuehrer's Face"

Dieser erste Kurzfilm gewann den "Oscar in der Kategorie Bester Kurzfilm (Cartoon) des Jahres 1942", einen ausführlichen Artikel dazu findet man in der Wikipedia: "Neben dem Film existiert auch ein gleichnamiges Lied, gesungen von 'Spike Jones and his City Slickers'. Es ist in der ersten Szene des Cartoons zu hören und war in den 1940er-Jahren sehr populär. Die Erstauflage von 100.000 Platten war innerhalb von 10 Tagen ausverkauft. Die Melodie parodiert das Horst-Wessel-Lied.". Hauptprotagonist des Films ist Donald, der, selbst träumend, den als albtraumhaft dargestellten Alltag eines Einwohners des Dritten Reiches erlebt:



"Education for Death"

Im Vergleich zum ersten Film geht einem "Education for Death" schon näher. Der Film zeigt die Entwicklung eines kleinen Jungen zum funktionierenden, entmenschlichten Nationalsozialisten und Soldaten, bzw. wie Staat und Schule für diese Entwicklung Sorge tragen. Gegen Ende ist ein Zitat aus einer Rede von Hitler eingearbeitet. Einen Artikel dazu gibt es in der Wikipedia, Plakat und Screenshots findet man hier.



Zu guter Letzt für diesen Teil noch

"Commando Duck",

ein Cartoon mit Donald, der den Auftrag hat, alleine einen japanischen Militärstützpunkt, bzw. ein japanisches Flugfeld zu zerstören. Er schafft es letztlich tatsächlich, wenn auch eher versehentlich. In neueren Veröffentlichungen wurden scheinbar die Szenen, aus denen hervorgeht, dass der Feind die japanische Armee ist, heraus geschnitten. Eine ursprüngliche Fassung mit nachträglich hinzugefügten deutschen Untertiteln ist diese hier:



Wie im Februar kurz zitiert war Hitler prinzipiell angeblich ein großer Fan der Disney-Animationen und Filme: Dass Hitler für Disneys Geschöpfe schwärmte, ist tatsächlich bekannt. "Ich schenke dem Führer 12 Micky-Maus-Filme zu Weihnachten!", notierte etwa sein Propagandaminister Joseph Goebbels am 22. Dezember 1937 in sein Tagebuch: "Er freut sich sehr darüber. Ist ganz glücklich über diesen Schatz." Der restliche Artikel über möglicherweise von Hitler nachgezeichnete Disney-Figuren, die im Rahmen eines mit eines "A. Hitler" signierten Gemäldes gefunden wurden, sowie über eigene Trickfilm-Versuche der Nationalsozialisten ist der verlinkte Artikel ebenfalls sehr aufschlussreich.

Zu Teil II
Zu Teil III

Donnerstag, April 10, 2008



Der Soundtrack zum Tag: Propellerheads - Crash! Sehr groß. Wetter beschissen, das macht's wett.

Montag, April 07, 2008

Sollte man hierzulande als prinzipiell Un- und Nicht-Gläubiger nicht doch irgendwie froh sein, dass so viele Menschen gläubig sind? - Und so wenigstens ein paar moralische Werte als vermeintlich christlich-göttlich-religiöse hoch halten, weil sie eine Autorität haben, die sie fürchten? Oder geht's um das Prinzip? Mike?

[Über was man so alles nachdenkt, wenn man an einem Morgen Anfang April nicht vom Berg kommt, weil Autos sich in den lächerlichen 10 cm Schnee quergestellt haben, die innerhalb kürzester Zeit gefallen sind. Von diesem Berg führen definitiv zu wenige Straßen herunter. Man sollte so einen Aufzug für Autos einführen, so wie der Marburger Oberstadtaufzug für Fußgänger da ist. Muss man ja auch nur im Notfall benutzen, die restlichen Tage läge er brach und würde fast nichts kosten! Das wäre schon praktisch.]

Sonntag, April 06, 2008

u.a. in den Nachrichten: Für Formular-Fetischisten: So sehen amerikanische Steuererklärungen aus, die überdies auch noch die der Clintons sind - wenn auch keine Kohärenz von Reden und Handeln bei den Beteiligten erkennbar zu sein scheint. Hier liest man von Leuten, die scheinbar noch nicht wussten, dass Eisbären böse, böse Raubtiere sind. Hier wiederum die unglaubliche Geschichte von dem Mädchen, das zwei Gesichter hat, und : "Wie internationale Medien berichten, wird das Kind inzwischen als Inkarnation Ganeshas verehrt".

Samstag, April 05, 2008

Sehr unterhaltsam, auf den google maps herum zu fahren. Kleiner Tipp: Über Waldflächen und Parks abkürzen. [via]

Sonntag, März 30, 2008

"Ich kann keinen Treueeid auf die Fahne leisten, solange ich nicht weiß, wer sie hält." (Peter Ustinov, hieraus, vorgestern übrigens der 4. Todestag. Time flies.)

Donnerstag, März 20, 2008

diem perdidi

Montag, März 17, 2008



"If you have a success you have it for the wrong reasons. If you become popular it is always because of the worst aspects of your work." (Hemingway)